Es gibt diesen Moment, den alle kennen: Du stehst vor dem Regal, nimmst die Packung Kaffee, und irgendwo im Hinterkopf nagt die Frage — ist das jetzt eigentlich ein guter Preis? Meistens zuckt man mit den Schultern und legt sie in den Wagen. Der Beleg landet im Papierkorb, und beim nächsten Mal beginnt das Rätselraten von vorn.
Grocy weiss, was du zu Hause hast und wie schnell es ausgeht. FoodAlly weiss, was es überall kostet und was ein guter Preis ist. Bringt man beides zusammen, muss niemand mehr im Laden raten.
Wer schon überzeugt ist, braucht den Rest dieses Artikels nicht: Die Einrichtung dauert wenige Minuten.
Grocy jetzt verbinden →Grocy ist eine Open-Source-Software, die viele auf einem kleinen Server zu Hause betreiben: eine Art ERP für den Kühlschrank. Sie führt Buch über deinen Vorrat, weiss wann das Joghurt abläuft, kennt deine Rezepte und führt deine Einkaufsliste.
Was Grocy bewusst nicht tut: Preise vergleichen. Es weiss, dass du zwei Liter Milch hast — aber nicht, dass dieselbe Milch bei einem anderen Händler diese Woche 40 Rappen günstiger ist. Genau diese Lücke schliesst FoodAlly.
Wer Grocy nutzt, kennt die lästigste Pflicht: nach dem Einkauf jeden Artikel abtippen oder scannen. Lädst du deinen Kassenbon bei FoodAlly hoch — Migros Cumulus oder Coop Supercard —, wandern die erkannten Artikel automatisch in deinen Grocy-Bestand, inklusive bezahltem Preis, Datum und Laden.
Dein Vorrat stimmt also wieder, ohne dass du nach dem Einkauf noch zwanzig Minuten am Rechner sitzt.
Das ist der Teil, der den Unterschied macht. Ein gewöhnlicher Preisalarm sagt: "Kaffee ist im Angebot." Schön — aber du hast noch drei Packungen.
FoodAlly schaut in deinen Grocy-Bestand und in dein Verbrauchsjournal und rechnet aus, wie lange dein Vorrat noch reicht. Gemeldet wird nur, was beides erfüllt: Es geht zur Neige und es ist gerade günstig.
Jetzt kaufen — dein Vorrat reicht noch etwa drei Wochen, und der Preis liegt klar unter dem üblichen Niveau der letzten zwei Monate.
Noch warten — es wird knapp, aber wir sehen eine angekündigte Aktion, die in wenigen Tagen startet. Warte lieber bis Dienstag.
Eindecken — der Preis ist auf dem tiefsten Stand seit zwei Monaten. Wir rechnen dir aus, für wie viele Wochen sich ein Vorrat lohnt und was du sparst.
Deine Grocy-Einkaufsliste bekommt einen Preisbericht: Was kostet jeder Posten gerade, wo ist der Gesamtkorb am günstigsten, und gibt es ein gleichwertiges Produkt, das pro Kilo oder Liter deutlich billiger ist? Auf Wunsch schreibt FoodAlly den aktuellen Preis direkt als Notiz an den Listeneintrag in Grocy — sichtbar auf dem Handy, während du im Laden stehst.
Grocy läuft bei jedem anders. Deshalb gibt es zwei Varianten:
FoodAlly holt die Daten. Ist deine Grocy-Instanz aus dem Internet erreichbar, hinterlegst du Adresse und API-Schlüssel im Profil. Nichts zu installieren, alle sechs Stunden ein Abgleich.
Die Bridge im eigenen Netz. Steht dein Grocy hinter dem Router — der Normalfall —, startest du ein kleines Zusatzprogramm neben Grocy, meist ein einzelner Docker-Befehl. Es spricht lokal mit Grocy und meldet sich von sich aus bei FoodAlly.
Bei der Bridge bleibt dein Grocy-Schlüssel auf deinem Gerät — FoodAlly speichert ihn gar nicht erst. Und weil dein Server keinen Port ins Internet öffnet, ist er von aussen unverändert unsichtbar.
Ehrlichkeit an dieser Stelle ist mir wichtiger als ein Verkaufsargument.
Was zu FoodAlly fliesst: die Namen und Barcodes deiner Grocy-Produkte, wie viel du davon hast, wie schnell es ausgeht, und deine Einkaufsliste. Das ist genau das, was für Alarme und Preisberichte nötig ist. Gespeicherte Zugangsdaten sind verschlüsselt; bei der Bridge existieren sie bei uns überhaupt nicht.
Was in die andere Richtung geht, ist bewusst knapp: der aktuelle Preis und ob gerade eine Aktion läuft. Die Integration ist kein Preisdaten-Export. Sie liefert Preise nur zu den Produkten, die tatsächlich in deinem Haushalt vorkommen, und Verlauf nur als grobe 90-Tage-Zusammenfassung. Ein normaler Haushalt merkt von dieser Grenze nichts — wer den ganzen Katalog abgreifen möchte, kommt über diesen Weg nicht weit. Das ist Absicht: Die Preisdaten sind das, was FoodAlly für alle finanziert.
Rezepte wandern noch nicht nach Grocy. FoodAlly kann ein Rezept aus einem Blog oder einem Reel lesen und die Zutaten bepreisen — es als Grocy-Rezept anzulegen, kommt erst.
Es fliesst nur in eine Richtung, was Rezepte und Mahlzeitenplanung angeht. Dein Grocy-Menüplan beeinflusst die Alarme noch nicht.
Keine Push-Nachrichten. Alle Hinweise kommen per E-Mail. Push auf dem Handy steht auf der Liste.
Barcodes sind noch nicht lückenlos. Wo ein Produkt keinen Strichcode mitbringt, wird über den Namen zugeordnet — das trifft gut, aber nicht perfekt. Im Profil kannst du jede Zuordnung korrigieren, und die Korrektur bleibt bestehen.
Nur Schweizer Preise. Sinnvoll ist die Integration derzeit für Haushalte, die in der Schweiz einkaufen.
Im Profil findest du den Abschnitt «Grocy». Du wählst deine Variante, verbindest, und beim ersten Abgleich ordnet FoodAlly deine Produkte automatisch zu. Danach läuft es im Hintergrund.
Ein realistischer erster Tag: Verbinden dauert wenige Minuten, der erste Preisbericht steht sofort, und die ersten sinnvollen Alarme kommen, sobald ein paar Wochen Verbrauch aufgezeichnet sind — vorher weiss niemand, wie schnell dein Kaffee wirklich ausgeht.
Und dann passiert etwas Unspektakuläres, das ich trotzdem mag: Der Kaffee geht zur Neige, die Mail kommt, du kaufst ihn zum guten Preis. Kein Raten mehr vor dem Regal.
Grocy jetzt verbinden →Die Integration ist frisch. Wenn dir etwas fehlt, etwas falsch zuordnet oder anders laufen sollte, schreib mir — solche Rückmeldungen bestimmen, was als Nächstes gebaut wird.